Kalium: Tagesbedarf, Blutdruck & Präparate im Vergleich
- Wofür
- Wichtiger Elektrolyt; beteiligt an Nerven- und Muskelfunktion, Herzfunktion und Blutdruck
- Tagesbedarf (DGE)
- Frauen 4.000 mg, Männer 4.000 mg
- Höchstmenge je Präparat (BfR)
- 500 mg pro Tag
- Formen
- Kapseln, Tabletten, Brausetabletten
- Wer profitiert
- Nur bei ärztlich festgestelltem Mangel, z. B. durch Durchfall, Erbrechen oder Entwässerungsmittel
Gesunde Menschen brauchen in der Regel kein Kalium-Präparat. Ein Mangel durch die Ernährung ist laut DGE selten, und Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte liefern reichlich Kalium. Für Menschen mit Nierenproblemen oder bestimmten Blutdruckmitteln können Kaliumpräparate sogar gefährlich werden.
Was ist Kalium und wofür braucht der Körper es?
Kalium gehört mit Natrium und Chlorid zu den wichtigsten Elektrolyten des Körpers. Laut DGE ist es am Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt beteiligt und an der Regulation des Blutdrucks. Es ist wichtig für Muskeln und Herz. Die Verbraucherzentrale nennt außerdem die Reizweiterleitung in Nerven und Muskeln sowie den Aufbau von Eiweiß und Glykogen.
Die Nieren steuern den Kaliumhaushalt. Etwa 80 bis 90 % des aufgenommenen Kaliums werden über den Urin ausgeschieden, der Rest über den Schweiß. Deshalb ist die Nierenfunktion so wichtig, wenn es um zu viel Kalium geht.
Nach EU-Recht dürfen Hersteller laut Verbraucherzentrale werben, dass Kalium zu einer normalen Funktion des Nervensystems und der Muskeln sowie zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks beiträgt.
Wie viel Kalium braucht man am Tag?
Wie viel Kalium am Tag? Für Kalium gibt die DGE Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr an. 39,1 mg Kalium entsprechen dabei 1 mmol, eine Einheit, die du auf Laborbefunden findest:
| Gruppe | Kalium pro Tag |
|---|---|
| Kinder 7 bis unter 10 Jahre | 2.000 mg |
| Kinder 10 bis unter 13 Jahre | 2.900 mg |
| Jugendliche 13 bis unter 15 Jahre | 3.600 mg |
| Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene | 4.000 mg |
| Schwangere | 4.000 mg |
| Stillende | 4.400 mg |
Zur Versorgung schreibt die Verbraucherzentrale: Eine Unterversorgung über die Ernährung ist selten. Kalium steckt in den meisten Lebensmitteln, in unverarbeiteten mehr als in verarbeiteten. Der Körper nimmt etwa 85 % des Kaliums aus der Nahrung auf. Messen lässt sich die Zufuhr nur ungenau, am besten über den 24-Stunden-Urin.
Eine Obergrenze für die Gesamtzufuhr hat die EFSA nicht festgelegt. Die Daten reichten dafür nicht aus.
Lebensmittel mit viel Kalium
Welche Lebensmittel enthalten Kalium, wo ist Kalium drin? Gute Kalium-Lebensmittel sind Samen, Nüsse, Trockenobst, Hülsenfrüchte und viele Gemüse. Die Kalium-Lebensmittel-Tabelle zeigt Werte pro 100 g aus unserer Nährwertdatenbank (BLS 4.0):
| Lebensmittel | Kalium pro 100 g |
|---|---|
| Hanfsamen, geschält | 1.200 mg |
| Maronen, gekocht | 1.172 mg |
| Leinsamen | 731 mg |
| Datteln, getrocknet | 704 mg |
| Mandeln | 676 mg |
| Edamame | 620 mg |
| Spinat | 573 mg |
| Avocado | 550 mg |
Im Alltag zählen auch Lebensmittel mit mittleren Gehalten, weil du größere Mengen davon isst. Gekochte Kartoffeln liefern 384 mg, eine Banane 334 mg pro 100 g. Wie viel Kalium hat eine Banane? Bei 120 g sind es rund 400 mg. Beim Kochen geht Kalium ins Wasser über. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, Gemüse eher zu dünsten. Weitere Lebensmittel findest du in der Rangliste kaliumreiche Lebensmittel.
Lebensmittel mit wenig Kalium
Wer wegen einer Nierenerkrankung ärztlich verordnet kaliumarm essen muss, findet wenig Kalium in weißem Reis (32 mg pro 100 g gekocht), Nudeln (84 mg), Polenta (21 mg), Blaubeeren (84 mg), Wassermelone (94 mg), Apfelmus (92 mg) sowie Mozzarella (40 mg), Feta (57 mg) und Hüttenkäse (88 mg). Werte laut BLS 4.0. Eine kaliumarme Diät gehört in ärztliche Begleitung; ohne Erkrankung gibt es keinen Grund, Kalium zu meiden.
Kalium bei Low Carb und Keto
Bei einer ketogenen Diät fallen Kartoffeln, Bananen, Trockenobst und die meisten Hülsenfrüchte weitgehend weg. Damit fehlen wichtige Kaliumquellen. Kohlenhydratarme Alternativen sind Spinat, Avocado, Hanfsamen, Kürbiskerne und Nüsse. Wer auf eine Low-Carb-Diät umstellt, sollte deshalb bewusst viel Gemüse einplanen, statt pauschal Kalium zu ergänzen. Eine Handvoll Kürbiskerne (570 mg pro 100 g) oder eine halbe Avocado zum Salat aus Feldsalat (441 mg pro 100 g) tragen schon spürbar zur Versorgung bei. Den Unterschied zwischen beiden Ernährungsformen erklärt der Ratgeber Keto oder Low Carb.
Wer braucht Kalium als Nahrungsergänzung?
Gesunde Menschen brauchen laut Verbraucherzentrale in der Regel kein Kalium-Präparat. Ein Mangel entsteht vor allem durch große Verluste:
- starkes Erbrechen oder Durchfall
- lange Einnahme von Abführmitteln
- harntreibende Medikamente wie Schleifen- und Thiaziddiuretika
- eine Überfunktion der Nebennieren
Als Risikogruppe nennt die Verbraucherzentrale ältere Menschen, die wenig essen und Medikamente nehmen, die Kaliumverluste verursachen. Ein Kaliummangel gehört in ärztliche Hand. Ob und wie viel Kalium nötig ist, zeigen nur Blutwerte.
Vorsichtig sein müssen Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion, Diabetes, Herzerkrankungen und alle, die bestimmte Blutdrucksenker nehmen. Bei ihnen kann zusätzliches Kalium zu Herzrhythmusstörungen führen. Laut Verbraucherzentrale kann zu viel Kalium außerdem Muskellähmungen und einen Darmverschluss verursachen.
Kalium zu hoch: was bedeutet das?
Ist der Kalium-Wert im Blut zu hoch (Kalium erhöht, Hyperkaliämie), steckt meist eine Nierenerkrankung oder ein Medikament dahinter – bei gesunden Nieren wird überschüssiges Kalium ausgeschieden. Typische Folgen von zu viel Kalium sind laut Verbraucherzentrale Herzrhythmusstörungen, Muskellähmungen und Darmverschluss. Ein erhöhter Wert gehört deshalb immer ärztlich abgeklärt.
Kaliummangel: Anzeichen, Ursachen und Bluttest
Ein Kaliummangel (Hypokaliämie, Kalium zu niedrig) entsteht laut Apotheken Umschau fast immer durch Verluste oder Erkrankungen, selten durch die Ernährung allein. Häufige Ursachen sind Erbrechen und Durchfall, starkes Schwitzen, Abführmittel und Entwässerungsmittel, Nebennieren-Erkrankungen, Kortison, eine intensive Insulintherapie, Nierenerkrankungen, schlecht eingestellter Diabetes, Essstörungen und viel Alkohol.
Kalium-Mangel-Symptome: Oft unspezifisch – Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Zittern, Kribbeln, Muskelkrämpfe oder Muskelschwäche, Verstopfung und Herzrhythmusstörungen. Herzstolpern, Herzrasen und Wassereinlagerungen gehören ärztlich abgeklärt.
Diagnose und Behandlung: Selbsttests sind nicht verlässlich, nötig ist ein Bluttest beim Hausarzt, der den Kalium-Wert misst, manchmal ergänzt durch eine Urinmessung. Ein leichter Mangel wird mit verordneten Kapseln oder Brausetabletten unter regelmäßiger Kontrolle behandelt. Ein schwerer Kaliummangel ist ein medizinischer Notfall und wird im Krankenhaus mit Infusionen behandelt. Kalium-Präparate nie auf eigene Faust nehmen: Zu viel Kalium kann ebenfalls Herzrhythmusstörungen auslösen.
Was sagt die Studienlage zu Kalium?
Blutdruck
Am besten untersucht ist der Effekt auf den Blutdruck. Eine Metaanalyse von Aburto und Kollegen (2013) wertete 22 Studien mit gut 1.600 Erwachsenen aus. Mehr Kalium senkte den oberen Blutdruckwert im Mittel um 3,5 mmHg und den unteren um 2,0 mmHg. Der Effekt zeigte sich nur bei Menschen mit Bluthochdruck: Bei ihnen sank der obere Wert um 5,3 mmHg. Bei normalem Blutdruck gab es praktisch keinen Effekt. Nierenfunktion und Blutfette veränderten sich in den Studien nicht.
Laut NIH fanden andere Metaanalysen bei Bluthochdruck ähnliche Senkungen von etwa 4 bis 7 mmHg. Ein Cochrane-Review, der nur sechs besonders gute Studien einschloss, fand dagegen keine signifikante Senkung. Die Effekte sind also eher klein und nicht ganz sicher.
Schlaganfall
In Beobachtungsstudien mit über 127.000 Menschen hatten Personen mit hoher Kaliumzufuhr ein um etwa 24 % geringeres Schlaganfallrisiko. Beobachtungsstudien zeigen aber nur Zusammenhänge, keine Ursache. Die Vertrauenswürdigkeit des Ergebnisses ist gering bis mäßig. Für Herzkrankheiten insgesamt zeigte sich kein klarer Zusammenhang.
Was daraus folgt
Die europäische Blutdruck-Leitlinie empfiehlt laut Verbraucherzentrale eine salzarme, kaliumreiche Kost mit vier bis fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, möglichst ohne Präparate. Dazu passt die DASH-Diät. Kaliumhaltiger Salzersatz kann sinnvoll sein. Er enthält laut NIH aber 440 bis 2.800 mg Kalium pro Teelöffel und ist bei Nierenerkrankungen riskant.
Zugelassen sind nur die drei Aussagen zu Nerven, Muskeln und Blutdruck. Versprechen, die darüber hinausgehen, etwa gegen Muskelkrämpfe, gehören nicht dazu.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Dosis: Ob Kalium-Tabletten, Kapseln oder Brausetabletten – das BfR empfiehlt höchstens 500 mg Kalium pro Tagesportion eines Nahrungsergänzungsmittels. Laut Verbraucherzentrale sollten höher dosierte Präparate und reine Kalium-Produkte nur nach ärztlicher Rücksprache genommen werden. Fünf der sieben Produkte in unserer Tabelle enthalten 800 mg pro Tagesportion und liegen damit deutlich darüber. Die Mengen in Präparaten sind im Vergleich zum Schätzwert von 4.000 mg trotzdem klein. Ein echter Mangel gehört in ärztliche Behandlung.
Verbindungen: In Präparaten stecken meist Kaliumcitrat, Kaliumchlorid oder Kaliumhydrogencarbonat. Auf der Packung steht die Menge an reinem Kalium. Kaliumcitrat enthält etwa 35 % Kalium. Laut NIH nimmt der Körper Kalium aus Kaliumgluconat ähnlich gut auf wie aus Kartoffeln.
Kombipräparate: Viele Produkte kombinieren Kalium mit Magnesium. Achte dann auch auf die Magnesiummenge. Mehr als 250 mg Magnesium können laut Hersteller bei empfindlichen Menschen abführend wirken. Nimmst du schon ein Magnesium-Präparat, zähle beide Mengen zusammen.
Medikamente: Nimmst du Blutdrucksenker oder Entwässerungsmittel, sprich vor dem Kauf mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Einen Überblick über weitere Wirkstoffe findest du auf der Seite Nahrungsergänzung.
Kalium-Präparate im Überblick
Dosis laut Hersteller pro empfohlener Tagesportion, im Verhältnis zur Höchstmenge des BfR (500 mg). Die Auswahl ist keine Empfehlung; maßgeblich ist die Packungsangabe.
| Produkt | Form | Dosis pro Tag | BfR-Höchstmenge | Packung und Preis | Herstellerangabe |
|---|---|---|---|---|---|
| Mivolis Magnesium 400 + Kalium Direkt-Sticks – mit 400 mg Magnesium je Tagesportion | Pulver-Stick | 400 mg (2 Sticks) | 80 % | 30 St: 2,45 € | Stand 18.10.2026 EAN 4066447832723 |
| Sunday Natural Kaliumcitrat Kapseln – Kaliumcitrat; Hersteller warnt bei Nierenerkrankungen und Medikamenten, die die Kaliumausscheidung senken | Kapsel | 800 mg (2 Kapseln) | 160 % über dem Vorschlag | –: 9,90 € | Stand 18.10.2026 EAN 4260677572286 |
| natural elements Kalium – Kaliumcitrat | Kapsel | 800 mg (2 Kapseln) | 160 % über dem Vorschlag | 294 g: 23,99 € | Stand 18.10.2026 EAN 4260558411017 |
| TRUE NATURE Kalium Kapseln – Kaliumcitrat | Kapsel | 800 mg (2 Kapseln) | 160 % über dem Vorschlag | 400 St: 22,99 € | Stand 18.10.2026 EAN 8721139891568 |
| gloryfeel Kalium – Kaliumcitrat | Kapsel | 800 mg (2 Kapseln) | 160 % über dem Vorschlag | 146 g: 22,99 € | Stand 18.10.2026 EAN 4260619422686 |
| green line Nutritheke Kalium 200 mg – Kaliumcitrat; Verzehrempfehlung 2 bis 4 Kapseln (400 bis 800 mg) | Kapsel | 800 mg (4 Kapseln) | 160 % über dem Vorschlag | 120 St: 19,89 € 60 St: 10,89 € 240 St: 37,89 € 360 St: 56,49 € | Stand 18.10.2026 PZN 07775477 |
| Doppelherz aktiv Magnesium + Kalium 400 – mit 400 mg Magnesium; bei Nieren- oder Herzerkrankungen ärztlich abklären; nicht für Kinder unter 12 Jahren nicht für Kinder | Tablette | 400 mg (1 Tablette) | 80 % | 30 St: 4,19 € 60 St: 7,89 € 120 St: 14,99 € 3x60 St: 22,39 € | Stand 18.10.2026 EAN 4009932131925 |
| Doppelherz aktiv Magnesium + Kalium Sport – Kaliumhydrogencarbonat, mit 300 mg Magnesium; nicht für Kinder unter 12 Jahren nicht für Kinder | Brausetablette | 300 mg (1 Brausetablette) | 60 % | 15 St: 3,19 € 90 St: 17,49 € | Stand 18.10.2026 EAN 4009932008937 |
„nicht für …“ und „für …“ geben die Hinweise des Herstellers auf der verlinkten Produktseite wieder.
Die BfR-Höchstmengen sind Vorschläge; verbindliche EU-Höchstmengen gibt es bisher nicht. Preise vom Tag „Stand“ auf der verlinkten Seite, ohne Versand und Aktionen; weitere Packungsgrößen darunter.
Schwangerschaft, Stillzeit und besondere Gruppen
- Schwangerschaft
- Für Schwangere nennt die DGE denselben Schätzwert wie für andere Erwachsene: 4.000 mg Kalium pro Tag. Ein Mehrbedarf, der ein Präparat nötig macht, ergibt sich daraus nicht. Obst, Gemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchte decken den Bedarf. Quelle
- Stillzeit
- In der Stillzeit liegt der DGE-Schätzwert mit 4.400 mg pro Tag etwas höher. Diese Menge lässt sich über kaliumreiche Lebensmittel erreichen. Ein Präparat ist dafür nicht vorgesehen. Quelle
- Ältere Menschen
- Ältere Menschen, die wenig essen und Medikamente mit Kaliumverlust nehmen, können zu wenig Kalium haben. Gleichzeitig gehören sie zu den Risikogruppen für zu viel Kalium, etwa bei unerkannter Nierenschwäche. Kaliumpräparate deshalb nur nach ärztlicher Rücksprache nehmen. Quelle
Vorsicht bei Medikamenten und Erkrankungen
- Nierenerkrankungen: Arbeiten die Nieren schlecht, wird Kalium kaum ausgeschieden. Dann kann schon eine normale Zufuhr den Kaliumspiegel gefährlich erhöhen. Kaliumpräparate und Kalium-Salzersatz nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.
- ACE-Hemmern und Sartanen: Blutdrucksenker wie Ramipril (ACE-Hemmer) oder Candesartan (Sartane) senken die Kaliumausscheidung über den Urin. Zusammen mit Kaliumpräparaten steigt das Risiko für zu viel Kalium im Blut. Der Kaliumspiegel sollte ärztlich kontrolliert werden.
- Kaliumsparenden Diuretika: Entwässerungsmittel wie Spironolacton oder Amilorid halten Kalium im Körper zurück. Zusätzliches Kalium kann dann zu einem gefährlich hohen Kaliumspiegel führen. Präparate nur nach ärztlicher Anweisung einnehmen.
- Diabetes und Herzerkrankungen: Laut Verbraucherzentrale sind Menschen mit Diabetes, Herzerkrankungen und ältere Menschen durch zu viel Kalium besonders gefährdet. Mögliche Folgen sind Herzrhythmusstörungen und Muskellähmungen.
- Schleifen- und Thiaziddiuretika: Entwässerungsmittel wie Furosemid oder Hydrochlorothiazid erhöhen die Kaliumausscheidung und können einen Kaliummangel auslösen. Ob ein Ausgleich nötig ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand der Blutwerte.
Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung. Bei Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder wenn du Medikamente nimmst, sprich die Einnahme vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Häufige Fragen
Wie viel Kalium braucht man am Tag?
Die DGE nennt für Erwachsene einen Schätzwert von 4.000 mg pro Tag, für Stillende 4.400 mg.
Wie viel Kalium darf in einem Nahrungsergänzungsmittel sein?
Das BfR empfiehlt höchstens 500 mg Kalium pro Tagesportion. Höher dosierte Präparate sollten laut Verbraucherzentrale nur nach ärztlicher Rücksprache genommen werden.
Senkt Kalium den Blutdruck?
Bei Menschen mit Bluthochdruck senkt mehr Kalium den oberen Wert in Studien um etwa 4 bis 5 mmHg. Bei normalem Blutdruck zeigte sich kaum ein Effekt. Empfohlen wird mehr Obst und Gemüse, nicht in erster Linie ein Präparat.
Welche Lebensmittel enthalten viel Kalium?
Viel Kalium liefern Hanfsamen, Maronen, Leinsamen, Trockenobst wie Datteln, Nüsse, Hülsenfrüchte, Spinat, Avocado und Kartoffeln.
Braucht man bei Keto oder Low Carb mehr Kalium?
Der Bedarf bleibt gleich, aber Kartoffeln, Bananen und Hülsenfrüchte fallen als Quellen weitgehend weg. Spinat, Avocado, Nüsse und Samen sind kohlenhydratarme Alternativen.
Ist zu viel Kalium gefährlich?
Bei gesunden Nieren wird überschüssiges Kalium ausgeschieden. Bei Nierenerkrankungen oder bestimmten Blutdruckmitteln kann zu viel Kalium aber Herzrhythmusstörungen auslösen.
Quellen
- DGE: Referenzwert Kalium
- Verbraucherzentrale: Kalium-Produkte für Nerven und Muskeln?
- BfR: Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe (2021)
- EFSA: Overview on Tolerable Upper Intake Levels (2024)
- Aburto NJ et al.: Effect of increased potassium intake on cardiovascular risk factors and disease. BMJ 2013;346:f1378
- NIH Office of Dietary Supplements: Potassium – Fact Sheet for Health Professionals
- Apotheken Umschau: Kaliummangel – Symptome, Ursachen und Behandlung (19.02.2026)