Vitamin B6: Tagesbedarf, Überdosierung & Präparate
- Wofür
- Beteiligt am Eiweiß- und Homocysteinstoffwechsel, an der Bildung von Nervenbotenstoffen und an der Regulation der Hormontätigkeit
- Höchstmenge je Präparat (BfR)
- 0,9 mg pro Tag
- Formen
- Tabletten, Kapseln, B-Komplex- und Magnesium-Kombipräparate
- Wer profitiert
- Nur bei ärztlich festgestelltem Mangel, etwa bei Alkoholabhängigkeit, chronischen Darmerkrankungen oder bestimmten Medikamenten
Die meisten Menschen brauchen kein Vitamin-B6-Präparat. Ein Mangel ist laut DGE selten, weil viele alltägliche Lebensmittel B6 liefern. Ein Risiko sind eher zu hohe Dosen: Viele Präparate enthalten ein Vielfaches dessen, was das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt.
Was ist Vitamin B6 und wofür braucht der Körper es?
Vitamin B6 ist ein Sammelbegriff für mehrere verwandte Stoffe: Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin. Es ist wasserlöslich. Laut DGE ist es am Stoffwechsel von Aminosäuren, Kohlenhydraten und Homocystein beteiligt. Außerdem braucht der Körper B6 für die Bildung von Botenstoffen im Nervensystem.
In der EU sind für Vitamin B6 mehrere gesundheitsbezogene Aussagen zugelassen. Laut Verbraucherzentrale trägt es unter anderem bei
- zu einer normalen Funktion des Nervensystems und der Psyche,
- zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung,
- zur Regulierung der Hormontätigkeit,
- zu einem normalen Energiestoffwechsel.
Diese Aussagen gelten für Menschen mit ausreichender Versorgung nur im Sinne von „normal“. Sie bedeuten nicht, dass mehr B6 mehr hilft.
Ein Mangel tritt laut DGE meist zusammen mit einem Mangel an anderen B-Vitaminen auf. Mögliche Folgen sind Blutarmut und neurologische Störungen. Die Verbraucherzentrale nennt außerdem Hautausschläge, Mundentzündungen und Krampfanfälle.
Wie viel Vitamin B6 braucht man am Tag?
Die DGE hat ihre Empfehlungen 2019 abgeleitet:
| Gruppe | Vitamin B6 pro Tag |
|---|---|
| Kinder 1 bis unter 4 Jahre | 0,6 mg |
| Kinder 7 bis unter 10 Jahre | 1,0 mg |
| Frauen ab 15 Jahren | 1,4 mg |
| Männer ab 15 Jahren | 1,6 mg |
| Schwangere, 1. Trimester | 1,5 mg |
| Schwangere, 2. und 3. Trimester | 1,8 mg |
| Stillende | 1,6 mg |
Versorgung in Deutschland: Nach Daten der Nationalen Verzehrsstudie II, die das BfR ausgewertet hat, nehmen Erwachsene im Median schon mit dem Essen genug auf. Männer kommen auf 2,0 bis 2,6 mg pro Tag, Frauen auf 1,7 bis 1,9 mg. Die meisten liegen damit über dem Referenzwert.
Lebensmittel mit viel Vitamin B6
Welche Vitamin-B6-Lebensmittel liefern am meisten? Vitamin B6 ist in vielen Lebensmitteln verbreitet. Die DGE nennt als gute Quellen Vollkorngetreide, Haselnüsse und Walnüsse, rote Paprika, Sardinen, Makrele und Schweinefleisch wie Schweinefilet.
Die Verbraucherzentrale ergänzt:
- Fisch wie Lachs
- Fleisch und Leber
- Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, dazu Kartoffeln
- Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen
- Gemüse wie Tomaten, Paprika und Karotten
B6 aus tierischen Lebensmitteln nimmt der Körper laut Verbraucherzentrale meist besser auf als aus pflanzlichen. Das Vitamin ist licht- und hitzeempfindlich. Garen mit wenig Wasser und lichtgeschütztes Lagern verringern die Verluste. Warum Vollkorn mehr Vitamine liefert als Weißmehl, erklärt der Ratgeber Vollkorn oder Weißmehl. Mehr Bohnen, Erbsen und Linsen findest du in der Kategorie Hülsenfrüchte. Eine eigene Rangliste für Vitamin B6 gibt es auf dieser Seite noch nicht.
Wer braucht Vitamin B6 als Nahrungsergänzung?
Gesunde Menschen, die abwechslungsreich essen, brauchen laut Verbraucherzentrale kein B6-Präparat. Das gilt auch für Sportlerinnen und Sportler. Ein erhöhtes Mangelrisiko haben laut DGE und Verbraucherzentrale:
- Menschen mit Alkoholabhängigkeit
- Menschen mit Lebererkrankungen oder chronischen Darmerkrankungen
- Menschen, die dauerhaft zu wenig essen, etwa bei extremen Diäten oder Appetitlosigkeit
- ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen
- Menschen, die bestimmte Medikamente nehmen, etwa gegen Epilepsie, Asthma oder Tuberkulose, sowie die Antibabypille
In diesen Fällen sollte die Ärztin oder der Arzt klären, ob wirklich ein Mangel besteht. Oft fehlen dann mehrere B-Vitamine gleichzeitig, etwa auch Vitamin B12 und Folsäure.
Vitamin-B6-Mangel: Anzeichen und Ursachen
Welche Vitamin-B6-Mangel-Symptome gibt es? Ein Vitamin-B6-Mangel ist selten und hat laut MSD Manual meist eine klare Ursache: eine gestörte Aufnahme im Darm, Alkoholkrankheit, Verluste bei der Blutwäsche (Hämodialyse), schwere Mangelernährung oder Medikamente, die B6 abbauen. Dazu zählen bestimmte Antiepileptika, das Tuberkulosemittel Isoniazid, der Blutdrucksenker Hydralazin, Kortison und Penicillamin.
Anzeichen: Rötlicher, fettig-schuppiger Hautausschlag, Taubheit und Kribbeln in Händen und Füßen, eine entzündete Zunge, eingerissene Mundwinkel, Verwirrtheit oder Reizbarkeit, Blutarmut und selten Krampfanfälle. Taubheit und Kribbeln können übrigens auch durch zu viel B6 entstehen – ein Grund mehr, nicht auf Verdacht hoch dosiert zu ergänzen.
Diagnose und Behandlung: Ärztinnen und Ärzte stützen sich auf Vorgeschichte, Untersuchung und das Ansprechen auf B6; Bluttests allein bestätigen den Mangel nicht eindeutig. Behandelt wird die Ursache und mit B6 zum Einnehmen.
Was sagt die Studienlage zu Vitamin B6?
Nervenschäden durch hohe Dosen
Das wichtigste Risiko ist eine Schädigung der Nerven in Armen und Beinen, die periphere Neuropathie. Die EFSA hat deshalb 2023 die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene von 25 auf 12 mg pro Tag gesenkt. Sie gilt auch in Schwangerschaft und Stillzeit. Grundlage sind laut BfR Fallberichte bei Menschen und Tierversuche.
Sehr hohe Mengen von 1 bis 6 g pro Tag über Monate können laut NIH eine schwere Neuropathie mit Gangstörungen auslösen. Die Beschwerden bilden sich oft zurück, wenn man früh absetzt.
In Australien hat die Arzneimittelbehörde TGA bis Ende Oktober 2025 250 Meldungen zu Neuropathien im Zusammenhang mit B6-Produkten gesammelt. Nervenschäden traten laut TGA teils schon unter 50 mg pro Tag auf. Viele Betroffene wussten nicht, dass ihr Präparat B6 enthielt. Inzwischen brauchen Produkte mit mehr als 10 mg pro Tag dort einen Warnhinweis. Ab Juni 2027 gibt es Präparate mit mehr als 50 mg nur noch nach Beratung in der Apotheke.
Herz, Gehirn und andere Versprechen
- Herz-Kreislauf: In der HOPE-2-Studie mit über 5.500 Herzpatienten senkte eine Kombination aus B6, B12 und Folsäure das Homocystein und das Schlaganfallrisiko um etwa 25 Prozent. Eine reine B6-Gruppe gab es nicht. In norwegischen Studien mit 6.837 Herzpatienten brachte B6 allein keinen Nutzen. Insgesamt sieht das NIH kaum Belege für einen Schutz.
- Gedächtnis und Stimmung: Ein Cochrane-Review fand bei kurzer Einnahme keine Verbesserung. Ein systematischer Review mit 14 Studien hielt die Daten für unzureichend.
- PMS: Ein Review mit neun kleinen Studien und knapp 1.000 Frauen sah einen Vorteil gegenüber Placebo. Die Studien waren aber methodisch schwach.
- Schwangerschaftsübelkeit: Zwei kleinere Studien fanden mit 30 bis 75 mg pro Tag weniger Übelkeit. Ein Cochrane-Review kam zu keinem klaren Ergebnis. Solche Dosen gehören in ärztliche Hand.
Dass Vitamin B6 Herz-Kreislauf-, Haut- oder Nervenerkrankungen vorbeugt, ist laut Verbraucherzentrale nicht belegt.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Dosis: Das BfR empfiehlt seit 2024 höchstens 0,9 mg Vitamin B6 pro Tagesportion eines Nahrungsergänzungsmittels, für Menschen ab 15 Jahren. Vorher lag der Vorschlag bei 3,5 mg. Die EFSA-Obergrenze von 12 mg pro Tag gilt für alle Quellen zusammen. Kaum ein Präparat im Handel hält die BfR-Höchstmenge ein. Alle Produkte in unserem Vergleich liegen darüber, manche um mehr als das Hundertfache.
B-Komplex-Präparate: Gerade B-Komplexe sind oft hoch dosiert. In unserem Vergleich enthalten sie 5 bis 20 mg B6 pro Tagesportion, also das Drei- bis Vierzehnfache des Tagesbedarfs. Laut Verbraucherzentrale sind außerdem Multivitamine, Männer- und Sportlerprodukte sowie Kinderprodukte häufig deutlich zu hoch dosiert. Ein Hinweis ist der Nährstoffbezugswert (NRV) auf der Packung: Liegt er weit über 100 Prozent, ist das Produkt sehr hoch dosiert.
Versteckte Quellen: B6 steckt oft in Magnesium- und Zink-Präparaten. Nimmst du mehrere Produkte, zähle alle Mengen zusammen.
Formen: In Nahrungsergänzungsmitteln sind Pyridoxinhydrochlorid und Pyridoxin-5’-phosphat zugelassen. Viele Produkte werben mit Pyridoxal-5’-phosphat (P5P) als „aktiver“ Form. Dass P5P besser wirkt, ist laut Verbraucherzentrale nicht belegt.
Einen Überblick über weitere Wirkstoffe findest du auf der Seite Nahrungsergänzung.
Vitamin B6-Präparate im Überblick
Dosis laut Hersteller pro empfohlener Tagesportion, im Verhältnis zur Höchstmenge des BfR (0,9 mg). Die Auswahl ist keine Empfehlung; maßgeblich ist die Packungsangabe.
| Produkt | Form | Dosis pro Tag | BfR-Höchstmenge | Packung und Preis | Herstellerangabe |
|---|---|---|---|---|---|
| Mivolis (dm) Vitamin B-Komplex Kapseln – alle B-Vitamine in dreifacher NRV-Menge, u. a. 150 µg Biotin nicht für Schwangere | Kapsel | 4,2 mg (1 Kapsel) | 467 % über dem Vorschlag | 60 St: 1,75 € | Stand 18.10.2026 EAN 4066447832945 |
| Bioherba Vitamin B6 (Pyridoxin) Kapseln – Monopräparat; mehr als das Achtfache des EFSA-Werts von 12 mg pro Tag nicht für Schwangere, Stillende, Kinder, Jugendliche | Kapsel | 100 mg (1 Kapsel) | 11.111 % über dem Vorschlag | 36 g: 7,20 € | Stand 18.10.2026 EAN 3800223413666 |
| Reinhildis-Apotheke P-5-P 50 mg aktiviertes Vitamin B6 – Pyridoxal-5-phosphat; über dem EFSA-Wert von 12 mg pro Tag | Kapsel | 50 mg (1 Kapsel) | 5.556 % über dem Vorschlag | –: 19,99 € | Stand 18.10.2026 PZN 11169251 |
| Nature Love Vitamin B Komplex – B-Komplex mit 8 B-Vitaminen, B6 als Pyridoxal-5-phosphat, 500 µg B12 nicht für Schwangere, Stillende, Kinder, Jugendliche | Kapsel | 20 mg (1 Kapsel) | 2.222 % über dem Vorschlag | 84 g: 29,99 € | Stand 18.10.2026 EAN 4260488130262 |
| Doppelherz aktiv B-Komplex + Folsäure DEPOT – B-Komplex mit Folsäure | Tablette | 6 mg (1 Tablette) | 667 % über dem Vorschlag | 45 St: 4,59 € 90 St: 8,29 € 150 St: 12,89 € | Stand 18.10.2026 EAN 4009932004656 |
| Doppelherz Magnesium 400 DIRECT – Magnesiumpräparat mit 400 mg Magnesium; B6 steht nicht im Produktnamen nicht für Kinder | Pellets im Beutel | 6 mg (1 Beutel) | 667 % über dem Vorschlag | 40 St: 7,89 € 80 St: 14,89 € 3x40 St: 21,39 € | Stand 18.10.2026 EAN 4009932003390 |
| Abtei B-Komplex Forte – B-Komplex; Hersteller rät, bei weiteren B-Vitamin-Präparaten auf die hohen Gehalte zu achten | Dragee | 6 mg (1 Dragee) | 667 % über dem Vorschlag | 50 St: 31,90 € | Stand 18.10.2026 PZN 00636287 |
| Natural Elements Vitamin B Komplex – B-Komplex mit 8 B-Vitaminen; Stillende sollen sich laut Hersteller vorher beraten lassen nicht für Schwangere, Kinder, Jugendliche | Tablette | 5 mg (1 Tablette) | 556 % über dem Vorschlag | 60 g: 21,99 € | Stand 18.10.2026 EAN 4260558412311 |
| Gall Pharma Vitamin B6 2,0 mg GPH Kapseln – Pyridoxinhydrochlorid; niedrigste Dosis im Vergleich, aber immer noch über der BfR-Höchstmenge | Kapsel | 2 mg (1 Kapsel) | 222 % über dem Vorschlag | 60 St: 13,19 € 30 St: 7,59 € | Stand 18.10.2026 EAN 9008124002857 |
„nicht für …“ und „für …“ geben die Hinweise des Herstellers auf der verlinkten Produktseite wieder.
Die BfR-Höchstmengen sind Vorschläge; verbindliche EU-Höchstmengen gibt es bisher nicht. Preise vom Tag „Stand“ auf der verlinkten Seite, ohne Versand und Aktionen; weitere Packungsgrößen darunter.
Schwangerschaft, Stillzeit und besondere Gruppen
- Schwangerschaft
- Schwangere brauchen laut DGE im 1. Trimester 1,5 mg und danach 1,8 mg Vitamin B6 pro Tag. Das schafft eine abwechslungsreiche Ernährung meist. Ob B6 gegen Schwangerschaftsübelkeit sinnvoll ist, besprichst du laut Verbraucherzentrale mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt. Quelle
- Stillzeit
- Stillende brauchen laut DGE 1,6 mg pro Tag. Die Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht mit Präparaten: Hohe Mengen können die Milchbildung verringern, und Vitamin B6 geht in die Muttermilch über. Quelle
- Kinder
- Für Kinder liegen die EFSA-Obergrenzen niedriger als für Erwachsene, je nach Alter zwischen 3,2 mg (1 bis 3 Jahre) und 10,7 mg (15 bis 17 Jahre) pro Tag. Laut Verbraucherzentrale sind gerade Kinderprodukte oft deutlich zu hoch dosiert. Quelle
- Ältere Menschen
- Als Risikogruppe für einen Mangel nennt die Verbraucherzentrale vor allem ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen, die oft zu wenig essen. Ob ein Präparat nötig ist, sollte ärztlich geklärt werden. Quelle
Vorsicht bei Medikamenten und Erkrankungen
- Kribbeln, Brennen oder Taubheit in Händen und Füßen: Das sind typische Zeichen einer Nervenschädigung durch zu viel Vitamin B6. Die australische Arzneimittelbehörde TGA rät, die Einnahme dann sofort zu beenden und ärztlichen Rat einzuholen. Die Beschwerden bessern sich nach dem Absetzen oft, teils bleiben sie laut Verbraucherzentrale dauerhaft.
- Parkinson-Medikamenten mit Levodopa: Hohe Vitamin-B6-Dosen können laut Verbraucherzentrale die Wirkung von Levodopa verändern. Wer Levodopa nimmt, sollte B6-Präparate und B-Komplexe nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt einnehmen.
- Epilepsie-Medikamenten: Antiepileptika wie Phenytoin, Carbamazepin oder Valproinsäure beschleunigen laut NIH den Abbau von B6. Umgekehrt können hohe B6-Dosen die Blutspiegel von Phenytoin und Phenobarbital senken. Eine Ergänzung gehört deshalb in ärztliche Hand.
- Mehreren Präparaten gleichzeitig: Vitamin B6 steckt oft unauffällig in Magnesium-, Zink- und Multivitaminpräparaten. Laut TGA wussten viele Betroffene mit Nervenschäden gar nicht, dass sie B6 einnahmen. Zähle die Mengen aus allen Produkten zusammen.
- Medikamenten gegen Tuberkulose und Asthma: Bestimmte Mittel gegen Tuberkulose, Asthma oder Epilepsie können laut Verbraucherzentrale und DGE den B6-Bedarf erhöhen. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist und in welcher Dosis, klärt die Ärztin oder der Arzt.
Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung. Bei Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder wenn du Medikamente nimmst, sprich die Einnahme vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Häufige Fragen
Wie viel Vitamin B6 braucht man am Tag?
Frauen brauchen laut DGE 1,4 mg und Männer 1,6 mg pro Tag. Schwangere brauchen je nach Trimester 1,5 bis 1,8 mg, Stillende 1,6 mg.
Ab wann ist Vitamin B6 schädlich?
Die EFSA hält für Erwachsene bis zu 12 mg pro Tag aus allen Quellen für unbedenklich. Bei dauerhaft höheren Mengen drohen Nervenschäden. In Australien traten solche Schäden laut TGA teils schon unter 50 mg pro Tag auf.
Was sind Symptome einer Vitamin-B6-Überdosierung?
Typisch sind Kribbeln, Brennen oder Taubheit in Händen und Füßen, dazu Gangunsicherheit oder Muskelschwäche. Dann solltest du das Präparat absetzen und ärztlich abklären lassen.
Ist Vitamin B6 in Magnesiumtabletten enthalten?
Oft ja. Viele Magnesium- und Zinkpräparate enthalten zusätzlich B6, ohne dass es groß auf der Packung steht. Ein Blick in die Nährwerttabelle zeigt die Menge.
Ist P5P besser als Pyridoxin?
Laut Verbraucherzentrale nicht. Alle Formen werden verdaut und im Körper in die benötigte Form umgewandelt. Die Werbung mit besserer Aufnahme ist nicht belegt.
Quellen
- DGE: Referenzwert Vitamin B6 (2019)
- BfR: Aktualisierung 2024 – Höchstmengenvorschläge für Vitamin B6 (Stellungnahme 008/2024)
- EFSA: Overview on Tolerable Upper Intake Levels (Summary Report)
- Verbraucherzentrale: „Gehirn-Vitamin“ B6 – braucht es wirklich ein Extra-Präparat?
- TGA: Medicines containing vitamin B6 – Safety update (Stand 31.10.2025)
- TGA: Health supplements containing vitamin B6 can cause peripheral neuropathy
- NIH Office of Dietary Supplements: Vitamin B6 – Fact Sheet for Health Professionals
- MSD Manual (Ausgabe für Patienten): Vitamin-B6-Mangel (Stand 08/2024)