Eisen: Tagesbedarf, Mangel, Präparate & Risiken
- Wofür
- Baustein des Hämoglobins: Blutbildung, Sauerstofftransport, viele Stoffwechselvorgänge
- Tagesbedarf (DGE)
- Frauen 16 mg, Männer 11 mg
- Höchstmenge je Präparat (BfR)
- 6 mg pro Tag
- Formen
- Tabletten, Kapseln, Brausetabletten, Trinkfläschchen und Tonika
- Wer profitiert
- Nur bei ärztlich festgestelltem Mangel; häufiger betroffen: menstruierende Frauen, Schwangere, Kinder im Wachstum, Vegetarier
Brauche ich Eisen als Nahrungsergänzung? In den meisten Fällen nicht. Eisenpräparate sind nur sinnvoll, wenn eine Blutuntersuchung einen Mangel zeigt und Ärztin oder Arzt die Einnahme empfehlen. Ohne Mangel bringt zusätzliches Eisen keinen Vorteil, kann aber schaden.
Was ist Eisen und wofür braucht der Körper es?
Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Der Körper kann es nicht selbst bilden. Laut DGE ist Eisen ein wichtiger Baustein des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Damit ist es an der Blutbildung, am Sauerstofftransport und an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Fehlt Eisen über längere Zeit, kann das die körperliche Leistungsfähigkeit senken, die Wärmeregulation stören und die Infektanfälligkeit erhöhen. Am Ende steht eine Blutarmut (Anämie).
Im Normalfall verhindert der Körper laut BfR, dass er sich mit Eisen aus der Nahrung überlädt. Bei Präparaten und bei bestimmten Erkrankungen gilt das nicht. Deshalb ist zu viel Eisen genauso ein Thema wie zu wenig.
Wie viel Eisen braucht man am Tag?
Die DGE empfiehlt (Stand 2023) diese Mengen:
| Gruppe | Eisen pro Tag |
|---|---|
| Männer ab 19 Jahren | 11 mg |
| Frauen 19 bis 50 Jahre mit Menstruation | 16 mg |
| Frauen nach den Wechseljahren, Frauen ab 65 | 14 mg |
| Schwangere | 27 mg |
| Stillende und Frauen nach der Geburt | 16 mg |
| Kinder 1 bis unter 7 Jahre | 7 mg |
| Kinder 10 bis unter 13 Jahre | 14 mg |
Frauen ohne Monatsblutung, zum Beispiel bei durchgehender Einnahme der Pille, brauchen laut DGE nur 11 mg. Die Werte liegen weit über dem eigentlichen Verlust. Der Grund: Der Körper nimmt laut BfR nur etwa 10 bis 15 % des Eisens aus der Nahrung auf.
Versorgung in Deutschland: Das BfR bewertet die Eisenversorgung insgesamt als gut. Männer sind in allen Altersgruppen mehr als ausreichend versorgt. Mädchen und Frauen unter 50 liegen im Durchschnitt unter der Empfehlung. Leere Eisenspeicher betreffen laut BfR etwa 10 % der Frauen und 3 % der Männer. Eine Eisenmangelanämie haben weniger als 1 % der Bevölkerung. Diese Zahlen sind allerdings älter.
Lebensmittel mit viel Eisen
Eisen steckt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln. Werte pro 100 g:
| Lebensmittel | Eisen pro 100 g |
|---|---|
| Miesmuscheln, gekocht | 8,5 mg |
| Hanfsamen, geschält | 8,0 mg |
| Chiasamen | 7,6 mg |
| Leberwurst | 5,9 mg |
| Kürbiskerne | 4,9 mg |
| Haferflocken | 4,4 mg |
| Tofu, natur | 2,8 mg |
| Rindersteak, gebraten | 2,6 mg |
Auch Linsen (2,1 mg), weiße Bohnen (2,1 mg) und Spinat (2,1 mg) tragen bei. Mehr Lebensmittel findest du in der Rangliste der eisenhaltigen Lebensmittel.
Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern die Aufnahme. Häm-Eisen aus Fleisch, Geflügel und Fisch wird laut BfR etwa zwei- bis dreimal besser aufgenommen als Eisen aus Pflanzen. Für pflanzliches Eisen gilt laut DGE und BfR:
- Hemmend: Phytat aus Vollkorn und Hülsenfrüchten, Polyphenole aus Kaffee und vor allem schwarzem Tee, außerdem Calcium.
- Fördernd: Vitamin C, zum Beispiel aus Zitrusfrüchten oder roter Paprika, sowie organische Säuren wie Zitronen- oder Milchsäure.
Praktisch heißt das: Haferflocken mit Orangensaft sind besser als Haferflocken mit Kaffee. Die Verbraucherzentrale rät zu mindestens einer halben Stunde Abstand zwischen Kaffee oder Tee und der Mahlzeit. Gute Vitamin-C-Quellen zeigt die Rangliste Vitamin-C-Lebensmittel.
Wer braucht Eisen als Nahrungsergänzung?
Als Risikogruppen für eine knappe Versorgung nennen BfR und Verbraucherzentrale:
- Kinder und Jugendliche im Wachstum
- Frauen im gebärfähigen Alter, besonders bei starker Regelblutung
- Schwangere und Stillende
- Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren
Zur Risikogruppe zu gehören, heißt aber nicht, einen Mangel zu haben. Eine zu niedrige Zufuhr führt nicht zwangsläufig zum Mangel. Ob einer vorliegt, zeigt nur eine Blutuntersuchung. Das BfR schreibt deshalb: Eisenpräparate nur nach diagnostizierter Unterversorgung und unter ärztlicher Kontrolle.
Das gilt auch in der Schwangerschaft. Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt eine Eisensupplementierung nur nach ärztlich festgestellter Unterversorgung. Anders als bei Folsäure gibt es keine allgemeine Empfehlung für alle Schwangeren.
Wer kein Eisen ohne ärztlichen Rat nehmen sollte: Männer, Frauen nach den Wechseljahren und ältere Menschen. Sie sind meist gut versorgt. Laut BfR haben sie eher ein Risiko für zu viel Eisen. Besonders betrifft das Menschen mit erblicher Hämochromatose. Das BfR schätzt, dass in Deutschland 0,2 bis 0,6 % der Menschen die Anlage doppelt tragen, also erkranken können. Bei ihnen schützt sich der Körper nicht ausreichend vor zu viel Eisen. Langfristig hohe Eisenzufuhr wird laut BfR außerdem mit Herz- und Krebserkrankungen in Verbindung gebracht; ein Zusammenhang ist nicht ausgeschlossen.
Für Kinder sind Eisentabletten gefährlich. Laut BfR kann es zu akuten Vergiftungen mit Erbrechen, Durchfall, Fieber sowie Nieren- und Leberschäden kommen.
Eisenmangel: Anzeichen, Ursachen und Diagnose
Typische Eisenmangel Symptome sind unspezifisch. Erste Anzeichen eines Eisenmangels können laut Verbraucherzentrale brüchige Haare und Nägel, trockene Haut, eingerissene Mundwinkel und häufigere Infekte sein. Bei fortgeschrittenem Mangel kommt es zur Blutarmut mit Müdigkeit, Schwäche und geringerer Leistungsfähigkeit. Müdigkeit, Blässe oder Konzentrationsprobleme haben aber viele mögliche Ursachen und sind kein sicheres Zeichen.
Häufige Ursachen sind laut Verbraucherzentrale ein höherer Bedarf in Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit, Blutverluste etwa durch die Regelblutung sowie länger anhaltende Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Solche Blutungen bleiben besonders bei älteren Menschen oft unbemerkt.
Ob ein Mangel vorliegt, zeigt nur eine Blutuntersuchung. Laut DAK sinkt der Hämoglobin-Wert (roter Blutfarbstoff) erst, wenn die Eisenspeicher leer sind. Aussagekräftiger für einen frühen Mangel sind Ferritin, das die Speicher anzeigt, und Transferrin, das Eisen im Blut transportiert. Eisenmangel – was hilft schnell? Bei einem ärztlich festgestellten stärkeren Mangel sind laut Verbraucherzentrale verschreibungspflichtige Eisenpräparate vorzuziehen: Sie sind höher dosiert und beheben den Mangel schneller, die Krankenkasse übernimmt die Kosten bis auf den Eigenanteil.
Was sagt die Studienlage zu Eisen?
Gut belegt ist: Eisen hilft, wenn ein Mangel besteht oder das Risiko dafür hoch ist.
Menstruierende Frauen: Ein Cochrane-Review (Styles et al. 2016) wertete 67 Studien mit 8.506 Frauen aus. Tägliches Eisen senkte das Anämie-Risiko um rund 60 % (RR 0,39) und das Risiko für Eisenmangel um rund 40 % (RR 0,62). Das Hämoglobin stieg im Mittel um 5,3 g/l. Auch Müdigkeit nahm offenbar ab. Dafür traten Magen-Darm-Beschwerden etwa doppelt so oft auf (RR 1,99), ebenso Verstopfung (RR 2,07). Nur 10 der 67 Studien hatten ein geringes Verzerrungsrisiko.
Schwangerschaft: Ein Cochrane-Review von 2024 (57 Studien, rund 49.000 Frauen) zeigt: Tägliches Eisen senkt Anämie zum Geburtstermin (4,0 % gegenüber 7,4 %) und Eisenmangel. Die Evidenz dafür ist aber niedrig. Niedriges Geburtsgewicht war etwas seltener (5,2 % gegenüber 6,1 %). Auf Frühgeburten und die Sterblichkeit der Neugeborenen zeigte sich kaum ein Effekt.
Unbelegt: Für Menschen ohne Mangel gibt es keinen belegten Nutzen. Versprechen wie „mehr Energie“ oder „gegen Müdigkeit“ gelten nur, wenn die Müdigkeit wirklich von einem Eisenmangel kommt. Müdigkeit hat viele Ursachen. Wer ohne Diagnose Eisen nimmt, übersieht womöglich die eigentliche.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Erst testen, dann kaufen. Lass vor der Einnahme deine Eisenwerte im Blut bestimmen. Dosis und Dauer bei einem Mangel legt die Ärztin oder der Arzt fest.
Dosis und Höchstmengen. Das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 6 mg Eisen pro Tagesportion vor. Das ist ein Vorschlag, kein Gesetz. Viele Produkte enthalten deshalb deutlich mehr: 14 mg sind üblich, manche liefern 40 oder 45 mg. Die EFSA nennt 40 mg pro Tag als sichere Gesamtzufuhr für Erwachsene, inklusive Schwangere. Ein Wert darüber bedeutet nicht automatisch Schaden, ist aber nicht mehr als sicher belegt. Hochdosierte Präparate gehören nur in ärztlich begleitete Behandlung.
Verbindung. Üblich sind Eisen(II)-Verbindungen wie Gluconat, Lactat oder Fumarat sowie Eisenbisglycinat. Für Eisenbisglycinat oder sogenanntes sucrosomales Eisen werben Hersteller mit besserer Verträglichkeit. Die Verbraucherzentrale nennt sucrosomales Eisen besser verträglich, aber teurer. Eine klare Überlegenheit einer Form ist für Laien kaum zu beurteilen.
Kombipräparate. Vitamin C im Produkt ist sinnvoll, weil es die Aufnahme verbessert. Weitere Zusätze wie Folsäure, Zink oder B-Vitamine erhöhen das Risiko, Nährstoffe doppelt zu nehmen. Rechne alle Präparate zusammen, auch Multivitamine.
Einnahme. Die Verbraucherzentrale empfiehlt die Einnahme möglichst nüchtern, mit Abstand zu Kaffee, Tee und Milchprodukten. Wenn der Magen das nicht verträgt, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Warnhinweis prüfen. Seriöse Produkte tragen den Hinweis, dass Männer, Frauen nach den Wechseljahren und Schwangere Eisen nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen sollen. Mehr zu anderen Wirkstoffen findest du in der Übersicht Nahrungsergänzung.
Eisen-Präparate im Überblick
Dosis laut Hersteller pro empfohlener Tagesportion, im Verhältnis zur Höchstmenge des BfR (6 mg). Die Auswahl ist keine Empfehlung; maßgeblich ist die Packungsangabe.
| Produkt | Form | Dosis pro Tag | BfR-Höchstmenge | Packung und Preis | Herstellerangabe |
|---|---|---|---|---|---|
| Mivolis (dm) Eisen + C + B-Vitamine Tabletten – Eisengluconat; zusätzlich 180 mg Vitamin C, 200 µg Folsäure, B6 und B12 | Tablette | 14 mg (1 Tablette) | 233 % über dem Vorschlag | 40 St: 1,25 € | Stand 18.10.2026 EAN 4066447832440 |
| Mivolis (dm) Eisen + C Brausetabletten – Eisen(II)-lactat mit 67 mg Vitamin C; laut Hersteller bei erhöhtem Bedarf 2 Stück (14 mg) | Brausetablette | 7 mg (1 Brausetablette) | 117 % über dem Vorschlag | 20 St: 0,50 € | Stand 18.10.2026 EAN 4066447833102 |
| Doppelherz aktiv Eisen Vital Tonikum – Eisen(II)-gluconat mit Zink, Vitamin C und B-Vitaminen; nicht für Kinder unter 14 Jahren nicht für Kinder | Flüssigkeit | 14 mg (20 ml) | 233 % über dem Vorschlag | 500 ml: 9,49 € 2 x 500 ml: 18,29 € | Stand 18.10.2026 EAN 4009932003307 |
| Sanct Bernhard Blutfit Eisen-Elixier – Eisen(II)-gluconat; Hersteller nennt für Erwachsene 20–40 ml (14–28 mg) | Flüssigkeit | 14 mg (20 ml (1 Messbecher)) | 233 % über dem Vorschlag | 3 x 1000 ml: 48,00 € 1 l: 17,50 € | Stand 18.10.2026 EAN 4250382213437 |
| Sunday Natural Eisen-Chelat 45 mg + Vitamin C – Eisenbisglycinat mit 250 mg Vitamin C; Hersteller warnt selbst: sehr hohe Dosierung, kann Übelkeit auslösen | Kapsel | 45 mg (1 Kapsel) | 750 % über dem Vorschlag | –: 12,90 € | Stand 18.10.2026 EAN 4260461116559 |
| ProFuel Eisen Tabletten mit Vitamin C – Eisenbisglycinat mit 40 mg Vitamin C aus Hagebuttenextrakt | Tablette | 40 mg (1 Tablette) | 667 % über dem Vorschlag | 180 St: 9,95 € | Stand 18.10.2026 EAN 4251131103535 |
| SilaVit (Müller) Eisentabletten – Müller-Eigenmarke, nur bei Müller; mit Vitamin C, Folsäure, B6, B12; keine GTIN | Tablette | 14 mg (1 Tagesdosis) | 233 % über dem Vorschlag | 25 g: 1,25 € | Stand 19.10.2026 Händler-Art.-Nr. 2200274154982 |
„nicht für …“ und „für …“ geben die Hinweise des Herstellers auf der verlinkten Produktseite wieder.
Die BfR-Höchstmengen sind Vorschläge; verbindliche EU-Höchstmengen gibt es bisher nicht. Preise vom Tag „Stand“ auf der verlinkten Seite, ohne Versand und Aktionen; weitere Packungsgrößen darunter.
Schwangerschaft, Stillzeit und besondere Gruppen
- Schwangerschaft
- Schwangere sollten Eisen laut Verbraucherzentrale nur ergänzen, wenn ärztlich eine Unterversorgung festgestellt wurde. Zu viel Eisen kann das Risiko für Frühgeburten und ein niedriges Geburtsgewicht erhöhen. Weil der Hämoglobinwert nichts über die Eisenspeicher sagt, sollte zu Beginn der Schwangerschaft auch das Ferritin gemessen werden. Quelle
- Stillzeit
- Auch in der Stillzeit sollte Eisen laut Verbraucherzentrale nur bei einem diagnostizierten Eisenmangel ergänzt werden. Quelle
- Kinderwunsch
- Bei Kinderwunsch gibt es keine Empfehlung, vorbeugend Eisen zu nehmen. Laut Verbraucherzentrale ist ein Eisenpräparat vor und in der Schwangerschaft nur bei nachgewiesenem Mangel sinnvoll. Quelle
Was Fachleute in TV-Beiträgen sagen
- Dr. Julia Fischer, Ärztin, Moderatorin von ARD Gesund: Eisen solle man nicht auf eigene Faust dosieren: Der Körper könne überschüssiges Eisen kaum ausscheiden, eine Überladung könne Herz oder Leber schädigen. Für Kinder, die Tabletten versehentlich schlucken, könne Eisen lebensbedrohlich sein.
Quelle: ARD Gesund, „Eisenmangel: Symptome und was hilft bei der Ernährung?“, 13. Februar 2025
Aussagen sinngemäß aus den Untertiteln der Beiträge zusammengefasst. Ergebnisse einzelner Testpersonen sind nicht übertragbar.
Vorsicht bei Medikamenten und Erkrankungen
- Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit): Bei erblicher Hämochromatose nimmt der Körper zu viel Eisen auf und speichert es. Zusätzliches Eisen aus Präparaten verstärkt die Überladung. Hersteller schreiben deshalb: nicht einnehmen bei Eisenspeicherkrankheit und Eisenverwertungsstörungen.
- Kleine Kinder im Haushalt: Eisentabletten sind für Kinder gefährlich. Laut BfR kann es zu akuten Vergiftungen mit Erbrechen, Durchfall, Fieber, Gerinnungsstörungen sowie Nieren- und Leberschäden kommen. Präparate immer außer Reichweite von Kindern aufbewahren.
- Männer, Frauen nach den Wechseljahren, Schwangere: Diese Gruppen sollten Eisen laut BfR nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. Männer und ältere Frauen sind meist gut versorgt; bei ihnen überwiegt das Risiko einer Überversorgung.
- Einnahme von Medikamenten: Laut Verbraucherzentrale sind Wechselwirkungen von Eisen mit Medikamenten möglich. Wenn du regelmäßig Arzneimittel nimmst, kläre Einnahme und zeitlichen Abstand mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.
- Empfindlicher Magen: Eisenpräparate verursachen häufiger Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung oder weichen Stuhl. Dunkler Stuhl, Bauchschmerzen und Übelkeit können laut Verbraucherzentrale auch auf eine zu hohe Eisenzufuhr hinweisen.
Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung. Bei Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder wenn du Medikamente nimmst, sprich die Einnahme vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Häufige Fragen
Wann sollte man Eisentabletten nehmen?
Nur wenn eine Blutuntersuchung einen Eisenmangel zeigt und Ärztin oder Arzt die Einnahme empfehlen. Eine niedrige Zufuhr allein bedeutet noch keinen Mangel.
Wie viel Eisen darf ein Nahrungsergänzungsmittel enthalten?
Das BfR schlägt höchstens 6 mg Eisen pro Tagesportion vor. Die EFSA nennt 40 mg pro Tag als sichere Gesamtzufuhr für Erwachsene. Viele Präparate liegen deutlich über 6 mg.
Darf ich Eisen mit Kaffee oder Tee einnehmen?
Besser nicht. Polyphenole in Kaffee und schwarzem Tee hemmen die Aufnahme von pflanzlichem Eisen. Die Verbraucherzentrale rät zu mindestens einer halben Stunde Abstand.
Verbessert Vitamin C die Eisenaufnahme?
Ja, Vitamin C verbessert laut DGE und BfR die Verwertung von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Ein Glas Orangensaft oder Paprika zur Mahlzeit reicht dafür.
Woran merke ich, dass ich zu viel Eisen nehme?
Dunkler Stuhl, Bauchschmerzen, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall können laut Verbraucherzentrale Hinweise sein. Klarheit über deinen Eisenstatus bringt eine Blutuntersuchung.
Quellen
- DAK-Gesundheit: Eisenmangel – Symptome, Ursachen, Blutwerte (Stand 01.10.2026)
- DGE: Referenzwerte Eisen
- BfR: Fragen und Antworten zu Eisen in Lebensmitteln
- BfR: Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in NEM (Stellungnahme 009/2021)
- BfR: Verwendung von Eisen in Nahrungsergänzungsmitteln (Stellungnahme 016/2009)
- EFSA: Overview on Tolerable Upper Intake Levels (2024)
- Verbraucherzentrale: Eisen – Qualität, nicht Quantität ist die Frage
- Styles et al. (2016): Daily iron supplementation in menstruating women, Cochrane Review, DOI 10.1002/14651858.CD009747.pub2
- Finkelstein et al. (2024): Daily oral iron supplementation during pregnancy, Cochrane Review CD004736
- Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Nährstoffsupplemente in der Schwangerschaft (2020)
- Verbraucherzentrale: Mehr drin als nötig – Nahrungsergänzung rund um Schwangerschaft und Stillzeit (Stand 05.10.2026)
- Verbraucherzentrale: Jod, Vitamine, Omega-3-Fettsäuren – Nahrungsergänzung in der Stillzeit? (Stand 29.07.2026)
- Verbraucherzentrale: Jod, Folsäure, Eisen … Welche Nahrungsergänzungen brauchen Schwangere? (Stand 24.10.2025)