Beef Jerky: Nährwerte, Rezept & selber machen

Redaktion kohlenhydrate.de · · Noch nicht fachlich geprüft

Beef Jerky ist getrocknetes Rindfleisch: mager, dünn geschnitten, mariniert und getrocknet. Je nach Marke hat es 33 bis 51 g Eiweiß und 230 bis 290 kcal pro 100 g, aber oft viel Zucker und Salz. Beef Jerky selber machen geht im Backofen, im Dörrautomat oder im Airfryer – wichtig ist laut US-Lebensmittelbehörde USDA, das Fleisch vorher auf 71 °C zu erhitzen. Gekauft kostet Jerky rund 53 bis 86 € pro Kilo.

Was ist Beef Jerky?

Jerky ist ein Trockenfleisch aus Nordamerika, Beef Jerky die Variante aus Rindfleisch. Das Fleisch wird in dünne Streifen geschnitten, gewürzt oder mariniert und so lange getrocknet, bis es fest, aber noch biegsam ist. Laut USDA bleibt von einem Pfund Fleisch nach dem Trocknen etwa ein Viertel übrig – aus 1 kg Rindfleisch werden also rund 250 g Jerky. Das erklärt den hohen Preis und den hohen Eiweißgehalt.

Laut WHO gilt Fleisch, das durch Salzen, Pökeln, Räuchern oder andere Verfahren haltbar gemacht wird, als verarbeitetes Fleisch. Die Krebsforschungsagentur IARC stuft verarbeitetes Fleisch als krebserregend ein (Gruppe 1), rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend (Gruppe 2A); das Risiko steigt mit der Menge.

Beef Jerky Nährwerte

Je 100 g, Herstellerangaben laut Open Food Facts:

Produkt kcal Eiweiß Kohlenhydrate Zucker Fett Salz
Mühlen Beef Jerky 232 47 g 2 g 0,6 g 4 g 3,7 g
Zimbo Beef Jerky Sweet Chili 249 50 g 3,6 g 2,5 g 4,5 g 3,6 g
DRAI Bavarian Jerky Original 248 51 g 5 g 2 g 2,5 g 5,3 g
Aldi Beef Jerky 247 39 g 7,8 g 7,8 g 6,4 g k. A.
Tarczynski Beef Jerky Peppered 286 50 g 14 g 13 g 3,5 g 2,8 g
Jack Link’s Beef Jerky Original 253 35 g 20 g 18 g 3,5 g 4,9 g
Jack Link’s Beef Jerky Teriyaki 273 39 g 21 g 21 g 3,7 g 4,0 g
Snaktastic Jerky (Lidl) 271 33 g 27 g 24 g 3,2 g 3,6 g
zum Vergleich: Rinderhüfte roh – 22 g – – 2,4 g –
zum Vergleich: Salami 374 24 g 0 g 0 g 31 g k. A.

Die Unterschiede liegen vor allem beim Zucker: Mühlen, Zimbo und DRAI haben unter 3 g, Jack Link’s und Snaktastic 18 bis 24 g pro 100 g. Für Low Carb eignen sich also nur zuckerarme Sorten. Beim Salz liefert eine 25-g-Portion mit 4,9 g Salz pro 100 g rund 1,2 g Salz – ein Fünftel des DGE-Orientierungswerts von 6 g pro Tag. Wie viel Eiweiß du brauchst, zeigt der Eiweißbedarf-Rechner.

Beef Jerky selber machen: Rezept

Dieses Beef Jerky Rezept ergibt etwa 250 g (eigenes Grundrezept):

Zubereitung:

  1. Fleisch schneiden: Fett und Sehnen entfernen. Das Fleisch 1 Stunde anfrieren, dann lässt es sich leichter in 3 bis 5 mm dünne Streifen schneiden – quer zur Faser wird das Jerky zarter, längs zur Faser zäher.
  2. Marinieren: Alle Zutaten verrühren, das Fleisch darin wenden und abgedeckt im Kühlschrank 12 bis 24 Stunden ziehen lassen. Die USDA rät, Marinade nicht wiederzuverwenden.
  3. Vorher erhitzen: Die Streifen abtropfen lassen und auf 71 °C Kerntemperatur bringen, etwa im Backofen oder in der Pfanne; mit einem Fleischthermometer prüfen. Laut USDA überleben Keime sonst die trockene Wärme beim Dörren.
  4. Trocknen: Bei gleichbleibend 54 bis 60 °C trocknen, bis die Streifen fest und trocken sind, sich aber noch biegen lassen. Je nach Dicke dauert das mehrere Stunden.
  5. Abkühlen und lagern: Luftdicht verpacken. Selbst gemachtes Jerky hält laut USDA ein bis zwei Monate.

Weniger Sojasoße und kein Honig senken Salz und Zucker. Für Jerky aus Geflügel gilt eine Kerntemperatur von 74 °C. Von Trocknen in der Sonne rät die USDA ab.

Beef Jerky im Dörrautomat

Für Beef Jerky ist der Dörrautomat das bequemste Gerät, weil er niedrige Temperaturen genau hält. Viele Geräte erreichen aber keine 71 °C – deshalb das Fleisch vorher im Ofen oder in der Pfanne erhitzen. Welche Geräte es gibt und worauf du beim Kauf achten solltest, steht in unserer Kaufberatung Dörrautomat.

Beef Jerky im Backofen

Den Backofen auf die niedrigste Stufe stellen, meist um 50 bis 60 °C, und die Streifen auf ein Gitter legen. Die Tür mit einem Holzlöffel einen Spalt offen halten, damit die Feuchtigkeit entweicht. Vor dem Trocknen die Streifen bei höherer Temperatur auf 71 °C Kerntemperatur bringen.

Beef Jerky im Airfryer

Beef Jerky Airfryer oder Dörrautomat? Im Airfryer geht es, wenn die Heißluftfritteuse eine Dörrfunktion ab 40 °C hat – etwa die Russell-Hobbs-Satisfry-Modelle aus unserer Airfryer-Kaufberatung. Zuerst die Streifen bei normaler Temperatur auf 71 °C Kerntemperatur erhitzen, dann im Dörrmodus bei 54 bis 60 °C trocknen. Der Korb fasst weniger Fleisch als ein Dörrautomat, für kleine Mengen reicht er aber.

Beef Jerky kaufen

Beef Jerky gibt es im Supermarkt, etwa bei Aldi und Lidl (Snaktastic), an Tankstellen und online. dm und Rossmann führen laut Online-Sortiment kein Beef Jerky für Menschen, nur Kausnacks für Hunde (Stand 19.10.2026). Preise bei Amazon:

Produkt Packung Preis je kg
Viking Bites Beef Jerky Mischkarton 8 × 50 g 21,20 € 53,00 €
Viking Bites Beef Jerky Teriyaki 8 × 50 g 24,99 € 62,48 €
Wild West Beef Jerky Original 300 g 20,99 € 69,97 €
Jack Link’s Beef Jerky Teriyaki 12 × 60 g 52,03 € 72,26 €
Jack Link’s Beef Jerky Original 12 × 60 g 56,28 € 78,17 €
The Meat Makers Beef Jerky Original 200 g 16,99 € 84,95 €

Preise laut Amazon.de, Stand 19.10.2026; sie ändern sich häufig. Selbst gemacht brauchst du für 250 g Jerky rund 1 kg mageres Rindfleisch. Achte beim Kaufen auf Zucker und Salz in der Nährwerttabelle – die Spanne zwischen den Marken ist groß. Weitere eiweißreiche Snacks findest du bei den kalorienarmen Snacks und den Proteinriegeln.

Fazit

Beef Jerky ist ein eiweißreicher, fettarmer Snack aus getrocknetem Rindfleisch, oft aber mit viel Zucker und Salz. Wer Beef Jerky selber macht, erhitzt das Fleisch laut USDA zuerst auf 71 °C und trocknet es dann bei 54 bis 60 °C – im Dörrautomat, im Backofen oder im Airfryer mit Dörrfunktion. Gekauft kostet es rund 53 bis 86 € pro Kilo; zuckerarme Sorten wie Mühlen, Zimbo oder DRAI passen am besten zu Low Carb.

Häufige Fragen

Was ist Beef Jerky?

Beef Jerky ist mageres Rindfleisch, in dünne Streifen geschnitten, mariniert und getrocknet. Weil das Wasser fehlt, enthält es je nach Marke 33 bis 51 g Eiweiß pro 100 g.

Ist Beef Jerky gesund?

Es ist eiweißreich und fettarm, viele Sorten enthalten aber 15 bis 25 g Zucker und 3 bis 5 g Salz pro 100 g. Laut WHO zählt gesalzenes oder anders haltbar gemachtes Fleisch zu verarbeitetem Fleisch, das die Krebsforschungsagentur IARC als krebserregend einstuft. Als gelegentlicher Snack ist es kein Problem.

Wie viel Fleisch braucht man für Beef Jerky?

Laut USDA wiegt ein Pfund Fleisch nach dem Trocknen nur noch etwa ein Viertel. Für 250 g Beef Jerky brauchst du also rund 1 kg mageres Rindfleisch.

Welche Temperatur für Beef Jerky?

Die USDA empfiehlt, das Fleisch vor dem Trocknen auf 71 °C Kerntemperatur zu erhitzen (Geflügel 74 °C) und dann gleichbleibend bei 54 bis 60 °C zu trocknen.

Wie lange ist selbst gemachtes Beef Jerky haltbar?

Laut USDA ein bis zwei Monate, gekauftes, verpacktes Jerky bis zu zwölf Monate.

Kann man Beef Jerky im Airfryer machen?

Ja, wenn die Heißluftfritteuse eine Dörrfunktion hat, die sich auf 54 bis 60 °C einstellen lässt. Vorher solltest du die Streifen auf 71 °C Kerntemperatur erhitzen – das schafft der Airfryer bei normaler Temperatur in wenigen Minuten.

Quellen

  1. USDA Food Safety and Inspection Service: Jerky and Food Safety
  2. Open Food Facts: Nährwerte Beef Jerky (Herstellerangaben, abgerufen 19.10.2026)
  3. Amazon.de: Preise und Grundpreise Beef Jerky (abgerufen 19.10.2026)
  4. WHO: Cancer – Carcinogenicity of the consumption of red meat and processed meat (Q&A)
  5. DGE (2016): Speisesalzzufuhr in Deutschland, gesundheitliche Folgen und resultierende Handlungsempfehlung (Orientierungswert 6 g/Tag)
  6. Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) 4.0, Max Rubner-Institut: Rinderhüfte roh, Salami

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Methodik & Quellen

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