Heißluftfritteuse kaufen: Test-Ergebnisse und Kaufberatung
Welche Heißluftfritteuse kaufen? Die großen Tests 2026 zeigen: Gute Airfryer gibt es schon unter 100 €, teure Geräte sind nicht automatisch besser. Stiftung Warentest prüfte 42 Heißluftfritteusen für etwa 65 bis 300 €, 18 überzeugten insgesamt. Der österreichische VKI testete 51 Geräte und vergab 39-mal „gut“. Entscheidend für den Kauf sind Größe passend zum Haushalt, ein oder zwei Körbe, Stromverbrauch und Reinigung – nicht die Wattzahl.
Was die Tests 2026 zeigen
- Volle Körbe sind schwierig: Hähnchenschenkel und Kuchen gelangen den meisten Geräten, eine volle Ladung Pommes nur wenigen. Zwei Durchgänge mit halb vollem Korb werden laut VKI meist besser als einer mit vollem.
- Preis ist kein Qualitätsmerkmal: Im VKI-Test kostete die Hälfte der Geräte unter 130 €; das teuerste (329 €) verbrauchte am meisten Strom.
- Strom: Kleinere Geräte sind meist effizienter. Für kleine Portionen ist der Airfryer sparsamer als der Backofen, für große Mengen der Ofen. Bei Stiftung Warentest lagen die Jahresstromkosten des größten Verbrauchers mehr als doppelt so hoch wie beim sparsamsten Gerät.
- Reinigung: Körbe sind meist spülmaschinenfest, glänzende Gehäuse und Rillen oben am Gerät machen Arbeit. Nur 14 von 51 Geräten schnitten beim VKI in der Reinigung gut oder sehr gut ab.
- Lautstärke: 16 Geräte waren beim VKI auffallend laut – wichtig in offenen Küchen.
- Beschichtung: Stiftung Warentest untersucht seit 2026 auch PFAS und andere Fluorverbindungen in der Antihaftbeschichtung.
Wie viel Fett und Kalorien der Airfryer gegenüber der Fritteuse spart und wie du Acrylamid vermeidest, steht in Ist ein Airfryer gesund?.
Kaufkriterien
| Merkmal | Worauf achten |
|---|---|
| Größe | Passend zur Zahl der Personen, für die du regelmäßig kochst; die Literangabe sagt wenig über die Pommes-Kapazität |
| Körbe | Ein Korb: kompakt und günstig. Zwei Körbe: zwei Gerichte mit eigener Temperatur und Zeit gleichzeitig |
| Temperaturbereich | Bis mindestens 200 °C; wer dörren oder Joghurt machen will, braucht 30 bis 40 °C als Untergrenze |
| Leistung (Watt) | Sagt, wie schnell das Gerät aufheizt – nicht, wie viel Strom es verbraucht |
| Reinigung | Spülmaschinenfeste Körbe, wenig Rillen, mattes Gehäuse |
| Sichtfenster | Praktisch, um Bräunung zu kontrollieren – hilft gegen dunkle Pommes und damit gegen Acrylamid |
| Beschichtung | Herstellerangaben zu PFAS-freier Beschichtung beachten; Metall- statt Kunststoffgarraum wird teils extra beworben |
| Lautstärke | Wenn angegeben: um 55 dB(A) gelten als leise |
12 Heißluftfritteusen im Vergleich
Herstellerangaben und Preise laut Amazon-Produktseite. Wir haben die Geräte nicht selbst getestet; Testurteile übernehmen wir nicht.
| Gerät | Körbe | Fassung | Leistung | Temperatur | Besonderheiten | Preis (Stand 19.10.2026) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GOURMETmaxx Heißluftfritteuse 2,3 l | 1 | 2,3 l | 1.000 W | k. A. | für 1 bis 2 Personen, 60-Minuten-Timer | 29,99 € |
| MEDION E40 XL | 1 | 5,2 l | 2.150 W | k. A. | 9 Programme, Touch | 49,95 € |
| Russell Hobbs Satisfry 4,3 l | 1 | 4,3 l | 1.300 W | 40–200 °C | Dörren, Wende-Erinnerung | 54,90 € |
| EMERIO Heißluftfritteuse 4,2 l XL | 1 | 4,2 l | 1.400 W | 60–200 °C | laut Hersteller PFAS-freie Beschichtung | 59,99 € |
| Russell Hobbs Satisfry XXL 8,3 l | 1 | 8,3 l | 1.800 W | 40–200 °C | Dörren, großer Einzelkorb | 65,00 € |
| Cosori Airfryer 4,7 l | 1 | 4,7 l | k. A. | bis 230 °C | 55 dB laut Hersteller, App-Rezepte | 69,99 € |
| Philips Airfryer 2000 Serie | 1 | 6,2 l | k. A. | k. A. | Sichtfenster, spülmaschinenfest | 84,79 € |
| Tefal Dual Easy Fry | 2 | 8,3 l (5,2 + 3,1) | k. A. | k. A. | zwei Schubladen | 99,99 € |
| Cosori Airfryer 2 Kammern | 2 | 8,5 l | 1.750 W | k. A. | Sichtfenster, Metall-Garraum¹ | 108,99 € |
| Philips Airfryer Dual Basket 3000 | 2 | 9 l (6 + 3) | k. A. | k. A. | 12 Funktionen inkl. Fermentieren | 109,99 € |
| Cosori TurboBlaze 6 l | 1 | 6 l | k. A. | 30–230 °C | Gleichstrommotor, Gehen lassen | 118,99 € |
| Ninja Dual Zone 9,5 l | 2 | 9,5 l | k. A. | k. A. | 6 Funktionen inkl. Dörren | 157,35 € |
¹ Der Hersteller wirbt mit „Testsieger“ der Stiftung Warentest (Ausgabe 01/2025, laut Produktseite). „k. A.“ heißt: Der Hersteller nennt den Wert auf der Produktseite nicht. Preise schwanken, maßgeblich ist der Preis im Shop.
Unsere Einordnung: Für 1 bis 2 Personen reicht ein kompaktes Ein-Korb-Gerät; der GOURMETmaxx ist mit 2,3 l das kleinste und günstigste im Vergleich. Für Familien bieten die Russell Hobbs Satisfry XXL (8,3 l, 65 €) und der Tefal Dual Easy Fry (zwei Körbe, 99,99 €) laut Herstellerangaben viel Fassung fürs Geld. Wer dörren oder Joghurt selber machen will, braucht niedrige Temperaturen: Laut Hersteller beginnen Russell Hobbs Satisfry bei 40 °C und Cosori TurboBlaze bei 30 °C, der Philips Dual Basket 3000 hat eine Fermentierfunktion. Für große Mengen Dörrgut ist ein Dörrautomat mit mehr Fläche besser.
Fazit
Kauf die Größe, die du regelmäßig brauchst, und entscheide, ob du zwei Körbe nutzt – das sagt mehr über die Zufriedenheit als Watt oder Preis. Gute Heißluftfritteusen gibt es laut Stiftung Warentest unter 100 €. Achte auf leichte Reinigung, und wer mehr als Pommes will, auf einen Temperaturbereich ab 30 bis 40 °C für Dörren und Joghurt. Pommes bleiben bei höchstens 180 °C und goldgelb – egal welches Gerät.
Häufige Fragen
Welche Heißluftfritteuse ist die beste?
Das hängt von Haushaltsgröße und Nutzung ab. Stiftung Warentest testete 2026 42 Geräte, 18 überzeugten insgesamt; gute gibt es schon unter 100 €. Der VKI bewertete 39 von 51 Geräten mit gut. Teuer heißt nicht besser – das teuerste Gerät im VKI-Test verbrauchte am meisten Strom.
Ein Korb oder zwei Körbe?
Zwei getrennte Körbe lohnen sich, wenn du oft zwei Dinge gleichzeitig garst, etwa Pommes und Hähnchen mit unterschiedlicher Temperatur und Zeit. Ein-Korb-Geräte sind kompakter, leichter und meist günstiger.
Wie groß sollte ein Airfryer sein?
So groß, wie du regelmäßig kochst – zu klein heißt mehrere Durchgänge, zu groß verschwendet Strom und Platz. Die Literangabe sagt laut Stiftung Warentest wenig darüber, wie gut große Pommes-Mengen gelingen; halb volle Körbe werden laut VKI besser.
Wie viel Strom verbraucht ein Airfryer?
Die Wattzahl zeigt nur, wie schnell er aufheizt, nicht den Verbrauch. Für kleine Portionen ist ein Airfryer meist sparsamer als der Backofen, für große Mengen oft der Ofen. Bei Stiftung Warentest kostete der größte Stromfresser im Jahr mehr als doppelt so viel wie das sparsamste Gerät.
Kann man im Airfryer Joghurt machen?
Ja, wenn er sich auf rund 40 °C einstellen lässt oder ein Joghurt- bzw. Gärprogramm hat. Viele Geräte beginnen erst bei 60 °C oder mehr. In unserer Tabelle nennen die Hersteller bei drei Modellen 30 bis 40 °C oder eine Fermentierfunktion.
Quellen
- Stiftung Warentest: Heißluftfritteusen im Test – auch günstige Airfryer liefern knusprige Pommes (03.09.2026, aktualisiert 05.10.2026)
- VKI (Verein für Konsumenteninformation): Pressemitteilung Airfryer-Test, 11.08.2026
- Verbraucherzentrale: Acrylamid – problematischer Stoff in Lebensmitteln (Stand 03.03.2026)
- Amazon.de: Herstellerangaben und Preise der Heißluftfritteusen (abgerufen 19.10.2026)
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Methodik & Quellen