Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962): EFSA-Bewertung 2026

Redaktion kohlenhydrate.de · · Noch nicht fachlich geprüft

Art
Süßstoff, E 962
Herkunft
Salz aus Aspartam (ca. 64 %) und Acesulfam (ca. 36 %)
Süßkraft
ca. 350-mal süßer als Zucker
Kalorien
praktisch keine
Erlaubte Tagesdosis (ADI)
kein eigener; es gelten Aspartam (40 mg/kg) und Acesulfam K (15 mg/kg)

Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962) ist eine Verbindung aus den Süßstoffen Aspartam und Acesulfam, etwa 350-mal süßer als Zucker. Die EFSA hat es im September 2026 neu bewertet und bei der derzeitigen Aufnahme keine Sicherheitsbedenken gefunden. Wegen des Aspartams ist es für Menschen mit Phenylketonurie ungeeignet.

Was ist Aspartam-Acesulfam-Salz?

Das Salz besteht nach Gewicht zu etwa 64 % aus Aspartam und zu 36 % aus Acesulfam. Im Körper zerfällt es in diese beiden Bestandteile. Deshalb gibt es keine eigene Tagesdosis; es gelten die Werte für Aspartam und Acesulfam K. Eingesetzt wird es etwa in Getränken, Desserts, Milchprodukten und Kaugummi.

Kennzeichnung

Wie bei Aspartam muss die Verpackung auf die Phenylalaninquelle hinweisen. Neben der Produktbezeichnung steht außerdem „mit Süßungsmittel(n)“.

Studien und Bewertungen

Die wichtigsten Bewertungen von Behörden und Studien zu Aspartam-Acesulfam-Salz. Beobachtungsstudien zeigen Zusammenhänge, aber keine Ursache; Labor- und Tierversuche lassen sich nicht direkt auf den Menschen übertragen.

  1. EFSA-Gremium FAF (2026): Re-evaluation of salt of aspartame-acesulfame (E 962) as food additive. EFSA Journal. [Behördenbewertung]
    Im Körper zerfällt das Salz in Aspartam und Acesulfam. Bei der derzeitigen Aufnahme bestehen keine Sicherheitsbedenken und keine Hinweise auf Erbgutschädigung; die Reinheitsvorgaben sollen an E 950 und E 951 angeglichen werden.
  2. EFSA-Gremium FAF (2025): Re-evaluation of acesulfame K (E 950) as food additive. EFSA Journal. [Behördenbewertung]
    Die Tagesdosis für Acesulfam K steigt auf 15 mg pro kg; sie gilt auch für den Acesulfam-Anteil von E 962.

Häufige Fragen

Was ist Aspartam-Acesulfam-Salz?

E 962 ist eine Verbindung aus den Süßstoffen Aspartam und Acesulfam im Gewichtsverhältnis von etwa zwei zu eins. Es ist etwa 350-mal süßer als Zucker und zerfällt im Körper wieder in seine beiden Bestandteile.

Ist Aspartam-Acesulfam-Salz schädlich?

Die EFSA hat im September 2026 bei der derzeitigen Aufnahme keine Sicherheitsbedenken gefunden. Es gelten die Tagesdosen der Bestandteile: 40 mg Aspartam und 15 mg Acesulfam K pro Kilogramm Körpergewicht.

Ist E 962 für Menschen mit Phenylketonurie geeignet?

Nein. Wegen des Aspartam-Anteils muss die Packung „enthält Aspartam (eine Phenylalaninquelle)“ oder „enthält eine Phenylalaninquelle“ angeben. Menschen mit PKU müssen es meiden.

Weitere Süßungsmittel: Sucralose, Aspartam, Stevia, Acesulfam K, Saccharin, Cyclamat. Alle im Vergleich: Süßungsmittel-Übersicht.

Quellen

  1. EFSA: Re-evaluation of salt of aspartame-acesulfame (Zusammenfassung)
  2. FoodNavigator: EFSA approves sweetener salt of aspartame-acesulfame (10.09.2026)
  3. VO (EU) 1169/2011, Anhang III: Phenylalanin-Hinweis