Ist Cola Zero ungesund? Was die Studien sagen

Redaktion kohlenhydrate.de · · Noch nicht fachlich geprüft

Cola Zero ist nicht ungesund im Sinne eines nachgewiesenen Risikos – aber auch kein Gesundheitsgetränk. Sie enthält keinen Zucker und praktisch keine Kalorien. Dafür stecken Süßstoffe, Koffein und Phosphorsäure darin. Die zugelassenen Süßstoffe gelten bei üblichen Mengen als sicher; die WHO rät aber davon ab, sie gezielt zum Abnehmen einzusetzen.

Was in Cola Zero steckt

Laut Zutatenliste der in Deutschland verkauften Coca-Cola Zero Sugar: Wasser, Kohlensäure, Farbstoff Zuckerkulör (E 150d), Säuerungsmittel Phosphorsäure, Süßungsmittel (Natriumcyclamat, Acesulfam K, Aspartam, teils Steviolglycoside), Aromen und Koffein. Pro 100 ml sind das 0,2 kcal und 0 g Zucker. Zum Vergleich: Die klassische Coca-Cola hat 10,6 g Zucker und 42 kcal pro 100 ml.

Süßstoffe und Krebs: Was hinter den Schlagzeilen steckt

Im Juli 2023 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Aspartam als „möglicherweise krebserregend“ (Gruppe 2B) ein. Grundlage waren begrenzte Hinweise beim Menschen. Gleichzeitig prüfte das Expertengremium von WHO und FAO (JECFA) die Datenlage und bestätigte die erlaubte Tagesdosis von 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA kam schon 2013 zum selben Ergebnis: Bei der derzeitigen Aufnahme ist Aspartam sicher, auch in der Schwangerschaft – mit Ausnahme von Menschen mit Phenylketonurie.

Gruppe 2B ist eine Einstufung der Gefahr, nicht des Risikos bei üblichen Mengen. Ein 70 kg schwerer Erwachsener dürfte täglich 2.800 mg Aspartam aufnehmen – deutlich mehr, als in einigen Gläsern Cola steckt. Mehr dazu in Aspartam: Was es ist und wie riskant es ist.

Abnehmen und Stoffwechsel

Gegenüber gezuckerter Cola spart Cola Zero viel Energie: pro 0,5-Liter-Flasche rund 210 kcal und 53 g Zucker. Die WHO hat 2023 trotzdem empfohlen, Süßungsmittel nicht zur Gewichtskontrolle einzusetzen. Kurzzeitstudien zeigten nur kleine Gewichtsverluste; Beobachtungsstudien deuteten auf mögliche langfristige Risiken wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin. Die WHO bewertet die Evidenz als wenig sicher, weil umgekehrte Kausalität möglich ist – Menschen mit Übergewicht greifen häufiger zu Light-Getränken. Für Menschen mit bestehendem Diabetes gilt die Empfehlung nicht.

Wer von gezuckerter Cola auf Zero umsteigt, spart also sicher Zucker. Wer bisher Wasser trinkt, gewinnt mit Zero nichts.

Koffein und Schwangerschaft

Cola Zero enthält laut Coca-Cola Deutschland etwa 9,6 mg Koffein pro 100 ml, eine 330-ml-Dose also rund 32 mg. Laut BfR (nach EFSA) gelten für gesunde Erwachsene bis 400 mg Koffein am Tag als unbedenklich, für Schwangere und Stillende bis 200 mg. Wer empfindlich reagiert, kann auf koffeinfreie Cola Zero ausweichen. Alle Werte im Vergleich: Koffein-Rangliste.

Was ist mit den Zähnen?

Cola Zero enthält keinen Zucker, der Karies fördert. Die Phosphorsäure macht das Getränk aber sauer; säurehaltige Getränke können den Zahnschmelz angreifen.

Fazit

Cola Zero ist eine deutlich bessere Wahl als gezuckerte Cola, wenn es um Zucker und Kalorien geht. Die enthaltenen Süßstoffe gelten bei üblichen Mengen als sicher; ein Nutzen fürs Abnehmen ist aber nicht belegt. Als tägliches Hauptgetränk eignen sich Mineralwasser und ungesüßter Tee besser. Alle zuckerfreien Alternativen: Zero-Getränke im Überblick.

Häufige Fragen

Ist Cola Zero gesünder als normale Cola?

Beim Zucker ja: Eine 0,5-Liter-Flasche Coca-Cola enthält 53 g Zucker, Cola Zero keinen. Das schont Zähne und Blutzucker und spart rund 210 kcal. Ob Süßstoffe langfristig Nachteile haben, ist nicht abschließend geklärt; die WHO rät, sie nicht gezielt zum Abnehmen einzusetzen.

Ist Cola Zero krebserregend?

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat Aspartam 2023 als „möglicherweise krebserregend“ (Gruppe 2B) eingestuft – wegen begrenzter Hinweise. Das Expertengremium JECFA hat die erlaubte Tagesdosis von 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht im selben Zug bestätigt. Bei üblichen Mengen gilt Aspartam nach EFSA und JECFA als sicher.

Darf man Cola Zero in der Schwangerschaft trinken?

In Maßen ja. Laut EFSA besteht bei Einhaltung der erlaubten Tagesdosis für Aspartam kein Risiko für das Ungeborene – außer bei Phenylketonurie. Wegen des Koffeins sollten Schwangere insgesamt nicht mehr als 200 mg Koffein am Tag aufnehmen; eine Dose Cola Zero enthält etwa 32 mg.

Erhöht Cola Zero den Blutzucker?

Cola Zero enthält keinen Zucker und praktisch keine Kohlenhydrate; die verwendeten Süßstoffe liefern keine nennenswerte Energie. Für Menschen mit Diabetes gilt die WHO-Empfehlung gegen Süßstoffe ausdrücklich nicht.

Wie viel Cola Zero am Tag ist okay?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Begrenzend sind die erlaubten Tagesdosen der Süßstoffe und das Koffein: Gesunde Erwachsene vertragen laut EFSA bis 400 mg Koffein am Tag – das wären über 4 Liter Cola Zero. Wasser und ungesüßter Tee bleiben die bessere Basis.

Quellen

  1. WHO (2023): Use of non-sugar sweeteners – WHO guideline
  2. EFSA (2013): Aspartam bei derzeitiger Aufnahme sicher
  3. FSAI: Aspartame – JECFA and IARC assessments (Juli 2023)
  4. BfR: Fragen und Antworten zu Koffein und koffeinhaltigen Lebensmitteln (Stand 05.01.2026)

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Methodik & Quellen

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