Rosmarintee: Wirkung, Zubereitung und Nebenwirkungen
Rosmarintee gilt als traditionelles Mittel bei Verdauungsbeschwerden. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hält die Wirkung wegen der langen Anwendung für plausibel, klinische Studien reichen dafür nicht aus. Für Kinder unter 12 Jahren, in Schwangerschaft und Stillzeit und bei Gallen- oder Lebererkrankungen ist Rosmarintee als Arzneitee nicht vorgesehen.
Wogegen hilft Rosmarintee?
Die EMA führt Rosmarinblätter als traditionelles pflanzliches Arzneimittel:
| Anwendung | Form |
|---|---|
| Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie), leichte krampfartige Magen-Darm-Beschwerden | Tee zum Trinken |
| leichte Muskel- und Gelenkschmerzen, leichte Durchblutungsstörungen | Badezusatz |
„Traditionell“ heißt: seit mindestens 30 Jahren angewendet, davon mindestens 15 Jahre in der EU, aber ohne ausreichende klinische Belege. Welche Lebensmittel Blähungen fördern, zeigt der Ratgeber blähende Lebensmittel.
Rosmarintee zubereiten und dosieren
Laut EMA-Monografie:
| Angabe | Menge |
|---|---|
| getrocknete Rosmarinblätter | 1–2 g pro Tasse |
| Wasser | 150–250 ml, kochend |
| wie oft | 2- bis 3-mal täglich |
| Tagesmenge | 2–6 g |
Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, sollte man ärztlichen Rat einholen.
Wer sollte keinen Rosmarintee trinken?
Laut EMA nicht anwenden:
- Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Allergie gegen Rosmarin
- Gallen- und Lebererkrankungen: Gallengangsverschluss, Gallenblasenentzündung, Gallensteine oder jede Lebererkrankung
Welche Tees in der Schwangerschaft passen, steht im Ratgeber Tee in der Schwangerschaft.
Nebenwirkungen
Möglich sind Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kontaktekzem, die Häufigkeit ist unbekannt. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten waren laut EMA zum Zeitpunkt der Bewertung nicht beschrieben.
Kalorien
Ungesüßter Kräutertee hat laut unseren Nährwertdaten 0 kcal pro 100 ml, mehr auf der Seite Kräutertee. Weitere Arzneitees: Pfefferminztee bei Verdauungsbeschwerden und Frauenmanteltee bei leichtem Durchfall.
Fazit
Rosmarintee ist ein traditionelles Mittel bei Verdauungsbeschwerden, belegt ist die Wirkung nicht. Laut EMA sind 2 bis 6 g Rosmarinblätter am Tag vorgesehen. Kinder unter 12, Schwangere, Stillende und Menschen mit Gallen- oder Lebererkrankungen trinken ihn als Arzneitee besser nicht.
Häufige Fragen
Welche Wirkung hat Rosmarintee?
Laut EU-Arzneimittelbehörde EMA wird Rosmarintee traditionell bei Verdauungsbeschwerden und leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden getrunken. Die Einstufung beruht auf langer Anwendung, nicht auf klinischen Studien.
Wie viel Rosmarintee am Tag?
Laut EMA-Monografie 1 bis 2 g getrocknete Rosmarinblätter pro Tasse mit 150 bis 250 ml kochendem Wasser, zwei- bis dreimal täglich. Das sind 2 bis 6 g am Tag. Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, zum Arzt.
Wer sollte keinen Rosmarintee trinken?
Laut EMA Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren, Schwangere und Stillende, Menschen mit Rosmarin-Allergie sowie bei Gallengangsverschluss, Gallenblasenentzündung, Gallensteinen oder Lebererkrankungen.
Hat Rosmarintee Nebenwirkungen?
Möglich sind Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kontaktekzem, die Häufigkeit ist laut EMA unbekannt. Wechselwirkungen mit Medikamenten waren bei der Bewertung nicht beschrieben.
Darf man Rosmarintee in der Schwangerschaft trinken?
Als Arzneitee nicht: Die EMA nennt Schwangerschaft und Stillzeit als Gegenanzeige. Rosmarin als Gewürz im Essen ist davon nicht betroffen, die Bewertung gilt für Arzneimittel.
Quellen
- EMA/HMPC: Rosmarini folium – herbal medicinal product (Zusammenfassung EMA/HMPC/387754/2025, veröffentlicht 12.03.2026)
- EMA/HMPC: Final European Union herbal monograph on Rosmarinus officinalis L., folium – Revision 1 (EMA/HMPC/513940/2021, 29.05.2024)
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Methodik & Quellen