Birkenblättertee: Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen

Redaktion kohlenhydrate.de · · Noch nicht fachlich geprüft

Birkenblättertee gilt als traditionelles Mittel zum Durchspülen der Harnwege. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA stuft die Anwendung als plausibel wegen langer Erfahrung ein, klinische Studien reichen nicht aus. Birkenblätter sind erst ab 12 Jahren vorgesehen und nicht bei einer Birkenpollenallergie.

Wobei hilft Birkenblättertee?

Laut EMA-Monografie sind Birkenblätter ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel, um die Harnmenge zu steigern und die Harnwege bei leichten Beschwerden durchzuspülen, begleitend zu anderen Maßnahmen. „Traditionell“ heißt: seit mindestens 30 Jahren angewendet, davon mindestens 15 Jahre in der EU, aber ohne ausreichende klinische Belege. Ähnlich eingestuft sind Brennnesseltee und Goldrutentee.

Birkenblättertee dosieren

Laut EMA für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene:

Blätter Wasser Wie oft Dauer
2–3 g 150 ml kochend bis 4-mal täglich üblicherweise 2–4 Wochen

Ausreichend trinken, damit die Harnmenge steigt. Bei Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, Krämpfen oder Blut im Urin ärztlich abklären lassen, ebenso wenn die Beschwerden anhalten.

Wer sollte keinen Birkenblättertee trinken?

Laut EMA nicht anwenden bei:

Nicht empfohlen für Kinder unter 12 Jahren und in Schwangerschaft und Stillzeit, weil Daten fehlen; Alternativen stehen unter Tee in der Schwangerschaft. Wechselwirkungen sind laut EMA nicht bekannt.

Nebenwirkungen

Laut EMA sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall beschrieben, außerdem allergische Reaktionen wie Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht und Heuschnupfen. Wie häufig, ist nicht bekannt.

Fazit

Birkenblättertee ist ein traditionelles Mittel zum Durchspülen der Harnwege, klinisch belegt ist die Wirkung nicht. Dabei viel trinken. Bei Birkenpollenallergie, schweren Herz- oder Nierenerkrankungen, unter 12 Jahren und in Schwangerschaft und Stillzeit ist er nicht vorgesehen.

Häufige Fragen

Welche Wirkung hat Birkenblättertee?

Laut EU-Arzneimittelbehörde EMA werden Birkenblätter traditionell angewendet, um die Harnmenge zu steigern und die Harnwege bei leichten Beschwerden durchzuspülen, begleitend zu anderen Maßnahmen. Die Einstufung beruht auf langer Anwendung, nicht auf klinischen Studien.

Wie viel Birkenblättertee am Tag?

Laut EMA-Monografie 2 bis 3 g Blätter auf 150 ml kochendes Wasser, bis zu viermal täglich, ab 12 Jahren, üblicherweise 2 bis 4 Wochen. Dabei ausreichend trinken.

Wer sollte keinen Birkenblättertee trinken?

Laut EMA nicht bei Allergie gegen Birkenblätter oder Birkenpollen und nicht, wenn wenig getrunken werden soll, etwa bei schweren Herz- oder Nierenerkrankungen. Nicht unter 12 Jahren und nicht in Schwangerschaft und Stillzeit.

Hat Birkenblättertee Nebenwirkungen?

Laut EMA sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sowie allergische Reaktionen wie Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht und Heuschnupfen beschrieben. Wie häufig, ist nicht bekannt.

Quellen

  1. EMA/HMPC: Betulae folium – herbal medicinal product
  2. EMA/HMPC: European Union herbal monograph on Betula pendula Roth; Betula pubescens Ehrh., folium (EMA/HMPC/573241/2014, angenommen 24.11.2014)

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Methodik & Quellen

Weitere Ratgeber